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Digitale Zukunftstrends

Wissen für Erwachsene: Mikro oder Makro?

Die Welt ist im Wandel – das war sie immer schon. Auf Pferde folgten Traktoren, auf Königreiche Demokratien. Heute heißt das: Digitale Transformation. Agilität. Netzwerkorganisation. Totale Flexibilität. Nur durch lebenslanges Lernen können Babyboomer und Retro-Millennials diese neuen Herausforderungen meistern und in Zukunft beruflich mitzuspielen, sagt man. Auch das – ein alter Hut.

Was also ist neu? Die philosophisch klingende Frage, ob echte Erwachsene Weiterbildung zur Fortbildung oder Rückbildung nutzen sollten!

Das richtige Modell oder die schönste Modellierung?

In Tierfilmen altern Bär:innen, Löw:innen und Wal:innen in Würde. Sie erblicken das Licht der Welt, lernen von Mama, kümmern sich ein paar Mal um Nachwuchs – stillen immer ihren Hunger, wehren Angreifer ab. Disruption kommt in dieser Welt nicht aus dem eigenen Rudel oder weil Raubvögel neue Techniken in Onlinekursen lernen; höchstens durch den Menschen.

Nun sind Menschen seit vielen Millionen Jahren keine Tiere mehr und stets wissbegierig. Aber lernen sie das Richtige, um besser zu leben – oder lernen sie nur, um ihren Kopf mit Details zu füllen und anderen Arbeit abzunehmen, anstatt neue zu schaffen?

Ich habe mich also gefragt: Haben Dinosaurier eine höhere Chance zum Überleben mit all den Details zu SEO, Onlinewerbung und Grafikdesign – oder im Bereich Projektmanagement? Oder gibt es da ein Zwischending

Was macht den Unterschied für ältere Mitarbeitende, die sich mit frischem Wissen noch einmal neu aufstellen möchten? Führungskompetenz oder Detailwissen?

Wertschöpfung im Generationenkontext sollte besser nicht mit AI konkurrieren

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: Ich weiß es noch nicht genau, denn ich fühle mich noch zu jung. Aber ich habe da so eine Ahnung! Innovation braucht Fortschritt auch im Kopf. Aber sind bei digitalen Themen nicht immer die im Vorteil, die Web 1.0., 2.0 und 3.0 in ihrer DNA haben? Was ist also das Besondere an älteren Erwachsenen? Erfahrung!

Wir werden bis 2050 einen gewaltigen Evolutionssprung künstlicher Intelligenz erleben. Routineaufgaben wie das langweilige (und überflüssige) Steuern eines Autos, das Auswerten von E-Mail-Inhalten, aber auch die Erstellung von Prognosen nehmen uns Supercomputer zunehmend ab.

Menschen, die sich nicht selbst ins Abseits manövrieren möchten, brauchen also:

  • ein Handwerk, das in seiner Individualität und Qualität nicht durch AI und Robotik ausgeführt werden kann
  • Führungs- und Entscheidungskompetenz, die über maschinenmöglichem steht

Für das Handwerk sprechen handwerkliche Fähigkeiten (leider gibt es zu wenig Umschulungen für Büroarbeiter:innen zu Macher:innen, die handfeste Ergebnisse liefern). Für die Leitungsdynamik spricht tiefes Wissen zur Organisation von Projekten.

Weiterbildung mit Horizont kombiniert das Beste aus beiden Welten

Mein Appell an Curriculum-Entwickler und die Chefs führender Erwachsenenbildungs-Einrichtungen ist: Denke neben Google, Meta und Co. mehr an Scrum, Asana, Clickup und den reichen Schatz an Erfahrungen, den sich die Menschheit in den letzten Jahrhunderten mit Megaprojekten erarbeitet hat. Erfolg fängt damit an, zu verstehen und formulieren zu können, was man erreichen will. Ziele, Risiken, Ressourcen. Wirkung ist nur nachhaltig, wenn sie nachvollziehbar ist: Analyse, kontinuierliche Verbesserung, Analyse…

Wir müssen lernen, dass wir im Alter stärker als Leader gefordert sind. Das gilt in unserem eigenen privaten Umfeld, in unserem Leben. Aber auch in unserer Welt als Freelancer, als Teamplayer oder Unternehmenslenker. Projektmanagement ist ein universelles Werkzeug, das Trial & Error von Sustainability unterscheidet.

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Digitale Zukunftstrends E-Commerce

Die Marke im interaktiven Dialog


Wer schreibt, der bleibt. Das galt auch schon im Jahr 2000: Ich habe einen meiner ältesten Fachbuchbeiträge aus dem Bereich Online Marketing und „Online-Handel“ wiederentdeckt. Das Buch ist damals pünktlich zum neuen Millennium am 1.1.2000 erschienen. Ich wollte wohl sicherstellen, dass wichtige Informationen zum Thema Digitalmarketing für das neue Jahrtausend verfügbar sind, bevor es beginnt.

Events und E-Commerce - Buch aus dem Springer Verlag
Ein Buch-Dinosaurier: „Events und E-Commerce als e-Book“ im Google Play Store

Tatsächlich ist das Buch danach sogar in mehreren Auflagen gedruckt worden: Obwohl es sich nicht um eine sehr neue Veröffentlichung handelt, sind einige Exemplare dieses Buches aus dem Springer Verlag Heidelberg in der Fassung von 2013 immer noch bei Amazon erhältlich. Google Play hat auch digitale Kopien davon, wenn Sie keine Lust haben, für ein Flashback ein traditionelles Werk aufzuschlagen.

„Events und E-Commerce“ ist eine Zusammenfassung von Artikeln zum Thema Kundenbindung und Markenführung im Internet. Das Internet hieß damals „World Wide Web“, und wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogbeitrags auch liebevoll Web 1.0 genannt.

Eine Rezension des Buchs „Events und E-Commerce“ auf Amazon

Was ich heute über den Beitrag denke? Es ist toll zu sehen, dass du immer noch neue Dinge lernst! Ich habe heute meinen alten Artikel noch einmal gelesen und war von dem gut geschriebenen, detaillierten Inhalt begeistert. Es sieht so aus, als hätte das Buch auch viele hilfreiche Kommentare von Lesern erhalten.

Mein Fazit: Es scheint, als würden wir immer dasselbe alte Ding verkaufen, aber in einer neuen Verpackung. Es kann schwierig sein, etwas Neues zu finden, aber der Fortschritt könnte immer noch schneller gehen und eine höhere Innovations-Qualität erzielen.

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DIY - Do it Yourself Social Media Marketing

Kunst ist alle(s)

Der Begriff „Brotlose Kunst“ wird falsch verstanden. Kunstschaffende sind Wertschaffende, und ohne Kunst ist das Leben für uns alle viel weniger lebenswert. Keine Kunst bedeutet: Keine Musik, kein Netflix, keine schönen Gebäude, keine außergewöhnlichen Designs, kein Buch und weniger Interaktion. Keine tollen Outfits of the Day, keine Bilder, keine neuen Impulse, keine Inspiration. Keine YouTube-Filme, keine Instagram-Posts, nichts auf TikTok, Snapchat. Ohne Kunst ist das Leben weiß bis transparent.

Sascha Schulz: „Künstlerinnen und Künstler brauchen eine Frischzellenkur in Sachen Digitalisierung, um ihre Karriere selbstbestimmt planen und umsetzen zu können.“

Und trotz enorm großer Bedeutung von Kunst denkt leider immer noch der selbstverliebte oder unwissende Teil unserer Gesellschaft (und beizeiten auch unsere Eltern), dass Künstler Profiteure sind, anstatt Profit zu machen. „Kunst muss gefördert werden!“ Ich halte das für einen groben konzeptionellen Fehler. Kunst muss nicht gefördert werden, Kunst muss ihren Markt finden. Kollektiv oder allein.

Mit „brotloser Kunst“ war ursprünglich sicher nicht gemeint, dass Kunst grundsätzlich kein Geld bringt. „Brotlose Kunst“ bedeutete, dass Künstler „Pro Bono“ Projekte umsetzten, also ausnahmsweise mal unbezahlt arbeiteten. Jeder kann heute Kunst schaffen – ohne formale Ausbildung, ohne viel Eigenkapital, ohne Beziehungen. Das ist toll, und die Computermarke mit dem Apfel hat einen sehr großen Anteil an dieser Massenbefähigung. Jeder kann Kunst machen, und jeder kann sie per Print-on-Demand und Dropshipping risikofrei auf Kundenwunsch produzieren und versenden lassen. Jeder kann digitale Kunst als NFT verkaufen und eigene Versteigerungsrunden planen und durchführen. Niemand sollte sich in der aktuellen Digitalkunst-Euphorie von selbsternannten Propheten verwirren lassen, die einfache NFTs kompliziert erklären. Jeder kann seine eigene Audience aufbauen, eigene Kanäle mit relevanten Followern pflegen. Jeder kann rund um seine Kunst weitere digitale Produkte kreieren, mit denen sich die Miete und viel mehr bezahlen lässt. Das Spektrum ist so breit – es reicht von der Stickanleitung über Online-Kurse bis hin eigenen Farb- Kollektionen und Makros für beliebte Softwareprogramme („Filter“, „LUTs“…)

Klassische Machtverhältnisse im Kunstmarkt haben in ihrer gewohnten Form in Zukunft keinen Bestand mehr, und das ist gut so. Arroganz, künstlich geschaffene Marktzugangsbarrieren, die Verknappung durch den teuren und zeitaufwändigen Irrglaube an die sagenhafte Qualität der eigenen „Vita“ – proklamiert durch Kunstakademien, Kuratoren, Museen, Galerien – verschwinden. Gatekeeper in TV-Sendern und Verlagen werden weniger einflussreich. Die eigene Audience liefert die Referenz.

Machtverschiebung im Kunst-Universum: Künstler Dries Ketels erklärt uns, warum Kunsthochschulen nicht mehr unbedingt sein müssen!

Hatten wir also nur einen kleinen Aussetzer, der ein paar Jahrhunderte gedauert hat? Noch bis ins Mittelalter verfeinerten Talente ihr Können als Praktikanten bei etablierten Malern, Autoren oder Darstellern. Sie produzierten für einen Markt, für eine Kundschaft, für einzelne Auftraggeber. In jüngster Zeit war das lange verpönt, was zu einer Über-Intellektualisierung und der Hoffnung geführt hat, wenigstens nach dem Tod endlich ein Minimaleinkommen zu erzielen. Das, was der Markt nicht wollte, wurde geliefert.

Das Internet, soziale Medien, NFTs in Blockchains und künftig auch das Metaverse stellen diese kopfkranke Geldgießkanne glücklicherweise wieder auf die Füße. Wer Kunst machen will, braucht keine teure und lange Hochschulausbildung und keine externen „Gutachter“. Wer Kunst machen will, der braucht Talent, eine Story, und eine Audience und das Know-how, sich seine eigene Marke aufzubauen. Anfangen, rausgehen, laufen lernen, optimieren… weitermachen.

Mr. Beast hat es 2021 lt. Forbes wieder an die Spitze der YouTube Charts geschafft. Von insgesamt 300 Millionen Werbe-Dollars, die die Plattform an ihre Creators ausgeschüttet hat, gingen 54 Millionen an den in Wichita geborenen 23-jährigen. Er erzielt mit seinen 87,5 Mio. Abonnenten über 14,2 Mrd. Aufrufe. Jake Paul ist ihm mit 45 Millionen Dollar dicht auf den Fersen.

Content Creators wie Mr. Beast sind Künstler. Und Kunst und Geld passt zusammen! Hierfür gibt es weit mehr eindrucksvolle Beispiele. Damien Hirst gilt mit einem geschätzten Vermögen von rund 1 Milliarde Euro als reichster lebender Künstler und als reichster Künstler überhaupt. Kunst hat viele Formen und Gesichter: Maler, Bildhauer, Konzeptkünstler, Filmproduzenten, Entertainer, aber auch Schauspieler wie Tom Cruise (ca. 515 Millionen Euro) und The Rock Dwayne Johnson (ca. 80 Millionen Euro Jahreseinkommen), Musiker wie Paul McCartney (ca. 1 Milliarde Euro) oder Madonna (ca. 800 Millionen Euro) und natürlich Buchautoren wie James Patterson (ca. 480 Millionen Euro) und J.K. Rowling (ca. 900 Millionen Euro) besetzen Bestplatzierungen auf der Liste der superreichen Kreativen.

Sollten wir auf diese Wunderkinder auf den Top-Plätzen schauen? Ist das die Messlatte, nach der wir realistisch greifen können – und wie sind die dahin gekommen? Die, die heute oben sind, haben sich hart dorthin gearbeitet. Sie waren und sind schöpferisch tätig und sind in der Lage, ihre Kreativprodukte zu einer Audience zu bringen und Geld mit nach Hause zu nehmen.

Verstehst Du nicht auch, dass heute viele Kids davon träumen, Creator zu werden? Sie sehen, was sich damit verdienen lässt und vergleichen das Einkommen mit Tariflöhnen und 8-to-5 Jobs. Künstler zu sein bedeutet – wie bei jedem Solopreneur – Erfolg auf eigenes Risiko planbar machen zu können. Wem das schon früh gelingt, der wird es nie verlernen!

Welche Rolle spielt Kunst in der Gesellschaft? Und wie können Künstler selbstbestimmt mehr Einkommen erzielen? Dries Ketels kennt die Antworten aus erster Hand!

Der belgische Künstler und Dichter Dries Ketels zeigt uns, wieso Instagram, TikTok und eine eigene Website wichtiger für den Erfolg als Künstler sind als der feuchte Traum, dass uns Galeristen und Agenten beim Wachstum helfen. Dries Ketels appelliert an Künstler, sich pragmatisch selbst zu vermarkten und zeigt, wie das funktionieren kann. Ketels lebt in Gent. Von 2011 bis 2015 studierte er an der dortigen Universität und an der Freien Universität Berlin Kunstwissenschaft.

Was Ketels vermittelt, lässt sich locker auch auf Influencerinnen und Influencer, auf Key Opinion Leader (KOLs), darstellende Künstlerinnen und Künstler und DIY Blogger mit Kunst- und Handwerksfokus anwenden. Meiner Meinung nach macht es Sinn, sich als Künstlerin und Künstler jeden Alters heute eine „digitale Frischzellenkur“ zu besorgen und sich bei Markteinstieg, Wachstum und Vermarktung durch kompetente Coaches mit Online Marketing Kompetenz begleiten zu lassen.

Wer den Weg kennt, die richtigen Schuhe trägt und sich traut, heute loszulaufen, dem gehört die Kunstwelt!

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DIY - Do it Yourself Influencer Marketing

Kein Kick mit dem Bullshit-Klick?

Der feine Englishman weiß: „There is nothing but a free lunch! “. Im Leben gibt es nichts geschenkt. Wer also glaubt, das sein auf YouTube veröffentlichtes Video kein CO2 verursacht, liegt falsch. Eine Stunde Videostreaming in Full HD-Auflösung benötigt 220 bis 370 Wattstunden elektrischer Energie, oder anders gesagt: Alle 60 Minuten setzt ein hochauflösend gestreamer Youtube-Film 100 – 175 Gramm Kohlendioxid frei. Diese Werte hat das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit im Februar 2021 in einem Interview mit dem Sender Deutschlandfunk Kultur veröffentlicht. Die Emissionen eines Films entsprechen in etwa dem Ausstoß eines Autos pro Stunde.

Video Hosting Center mit hohem Energieaufwand
Video-Hosting und Streaming-Plattformen sind gigantische Energiekonsumenten

Das an sich ist für mich noch kein Grund zum Aufregen. Ein Künstler, der seine Musik pandemiebedingt nicht beim Live-Konzert spielt, sondern 2,1 Mio. Menschen zu Hause unterhält, der bringt die Ökobilanz irgendwie zumindest emotional wieder ins Lot. Aber was ist mit den vielen selbst ernannten Gurus? Heute meine ich mal ausnahmsweise nicht die vielen Top-Erfolgreichen, die systemisch anwendbares Gewinnerwissen in allen Branchen und Lebensbereichen für 5.000 Euro pro Wochenendkurs anbieten, um der breiten Masse auch einen Zugang zum endlosen Glück zu geben. Ich meine untalentierte und unqualifizierte Produkttester und Influencer!

Wer das liest, der weiß vielleicht, dass ich seit über 38 Jahren mit Begeisterung fotografiere, bereits einige Preise einsacken und Ausstellungen mitgestalten konnte. Was ist nur aus dieser Kunstform geworden? Nichts gegen Smartphones mit guten Kameras, die mag ich auch. Vielmehr geht es hier um all die Talentfreien, die mitreden wollen (und müssen, um ihre Miete mit Klicks und Affiliate-Provisionen zu bezahlen). Schon mal YouTube nach Kamera- und Fotozubehörtests durchstöbert? In den wenigsten Fällen gibt es hier gute Ideen und Ratschläge für die Anwendung der getesten Geräte oder gar bessere Bildkomposition. Auch Battles, um aus bereits sehr guten Premium-Kompakten das Maximum rauszuholen, sind kaum zu finden. Stattessen: Protzen mit bei weitem überdimsioniertem Equipment und – sorry –  so flach(sinnig)en Product Reviews, dass der Sensor wackelt.

Ich vermute, dass die meisten Menschen, die auf Youtube über Fotografieprodukte reden, selbst nicht fotografieren können. Viele werden den Zusammenhang zwischen Blende, Verschlusszeit und Sensorempfindlichkeit (ISO) nicht verstehen. Und noch schlimmer: Die meisten werden mit Objektiven und Kameras, die weit über 7.500 Euro kosten, Fotos machen bzw. Videos drehen, die man auch mit einer 450 Euro Ausstattung oder einem Telefon hinbekommt.

Wieso bringe ich in diesem Beitrag diese Talentfreien in den Zusammenhang mit dem Stromverbrauch von YouTube? Weil es heute zu häufig einfach nur um den schnellen Taler geht! Darum, durch geschickt manipulativ aufgebaute Filme Zuschauer möglichst lange im Kanal zu behalten und damit Werbe-Money zu kassieren, ohne auch nur im geringsten Sinnhaftes zu kommunizieren. Und darum, Leuten Dinge aufzuschwatzen, die sie nicht benötigen.

Doppelt schlimm also, denn einerseits verschmutzt das Anschauen schlechter Produkttests die Umwelt, und andererseits lassen auch die Kunden sinnloser Produkte oder überflüssiger Ersatzkäufe den Müllberg anwachsen.

Wieviel Technik braucht man für gute Videos und Fotos?
Wieviel Technik braucht man wirklich, um gute Videos und Fotos zu erstellen?

Nicht die Kamera macht die Fotos, sondern der Mensch! Selbst mit einem 2016er Smartphone, mit Kompaktkameras oder einfachen Einsteiger MFT-, APS-C und Vollformat Knipsen (mit dem richtigen Objektiv – aber das kostet heute auch kaum noch etwas) lassen sich fantastische Fotos erstellen. Was hierfür entscheidend ist, das passiert nicht im Gehäuse von Kamera, Objektiv, HDMI Recorder oder im Blitzauslöser, sondern durch das Verständnis von Bewegung, Emotion, Licht und Bildschnitt.

Und ich greife hier nur einen kleinen Ausschnitt aus dem riesigen Ozean voller Unsinn heraus, wenn ich über Kamera- und Fotozubehörtester spreche. Es gibt exzellente Ausnahmen. Aber leider wächst die Anzahl der Trittbrettfahrer immer mehr. Shame about you! „Think global“ heisst hier: Denkt besser mal an die (psychisch-mentale und reale) Umwelt, als an Euer Konto!

In meinen Cochings erfahrt Ihr aus erster Hand, wie Ihr Kanäle mit sinnhaften Inhalten garniert und durch Qualität belohnt werdet, wie ihr gute Fotos und Top-Selfies mit nahezu allen Arten von Kameras erstellt und wie ihr Fotos mit einem Tablet, dem Smartphone oder dem Computer und leicht benutzbarer Software ultimativ pimpt. Ferner bringe ich Euch bei, wie Ihr optimale Produkttest-Kanäle aufbaut.

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Digitale Zukunftstrends

Wo bitte geht’s ins Metaverse?

Meine Mutter ist 86 und durch pandemische Fehlernährung, genetische Veranlagung und überdurchschnittliches Alter sichtlich beeinträchtigt. Ehm, soll heißen: Diabetes 2 schränkt ihr Sehvermögen ein. Sie hat als Kind des 2. Weltkriegs auf eine akademische Ausbildung verzichtet, dafür ihr ganzes Leben fleißig ihren deutschen Niedriglohnhauptjob erledigt, plus in einem Nebenjob gearbeitet. Das alles, um das Sofa zu finanzieren und einmal im Jahr mit uns Kindern in Urlaub zu fahren. Es war vorhersehbar und ließ sich nicht abwenden: ihre Rente reicht nicht, um die private Zuzahlung zur Augen-OP aufzubringen.

Sascha Schulz, Online Marketing - Metaverse - Influencer Marketing Experte
Autor Sascha Schulz beschäftigt sich seit Anfang der 90er mit digitalen Zukunftstrends

Gut, dass es Mark Zuckerberg gibt. Der Vater der sozialen Netzwerke hat sein Kind in Meta umbenannt, jetzt fiebert die Welt wie damals im wohlhabenden Holland nach Blumenzwiebeln. Das Metaverse wird kommen und es wird uns anarchistische Erlösung bringen, oder?!

Mark Zuckerberg und Millionen andere haben eine vage Vorstellung davon, was unsere Gesellschaft in Zukunft digital wirklich braucht und will. Meine Mutter sieht das anders. Sie möchte keine Augmented Reality Brille aufsetzen, um professionell produzierte 3D-Umgebungen, Influencer Content einen fiktiven Bankschalter zu sehen. Sie will sehen!

Das Metaverse muss es auf Rezept geben! Und die Krankenkasse sind Werbekunden. Meine Mutter möchte sich 2025 von mir nach Johannesburg einladen lassen und den Weg vom Flughafen in meine Villa direkt in ihre Netzhaut projiziert bekommen. Auf dem Weg ans Ziel will sie deutschsprachige Außenwerbung sehen. Südafrikanisches Englisch, das sie auch ohne Akzent nicht verstehen würde, soll in Echtzeit in ihre Retina als Textübersetzung eingeblendet werden. Ihr persönlicher AI-Assistent soll sie an die Einnahme ihrer Tabletten erinnern, sie ist dann immerhin 89, und er soll ihre Vitalfunktionen checken, damit ich ein gutes Gefühl habe. Ich als ihr Sohn möchte sie dank des eingebauten GPS-Trackers jederzeit in greifbarer Sicherheit wissen, denn wer weiß, ob die dann fahrerlosen Autos tatsächlich so zuverlässig funktionieren. Immerhin wird sie auf ihrer Fahrt eine außergewöhnliche KFZ-Innenscheiben-Projektion genießen können, die ich ihr zusammengestellt haben werde. Touristische Highlights und ihren von der Agentur für Altersarbeit 100% geförderten Sprachkurs wird sie eingespielt bekommen und auf ihrem Rückweg erfolgreich absolviert haben… Und das alles ohne Zuzahlung, denn Marks Metaverse wird zu 100% werbefinanziert sein! Nie zuvor, werden wir dann sagen, war es möglich, so nah an Menschen heranzukommen.

Mit Augmented Reality dreidimensional durch die neue Digitalwelt des Metaverse
Damit die Vision vom Metaverse in Erfüllung geht, braucht es leichte und unkompliziert anwendbare AR-Brillen – oder Implantate?

Ich wünsche mir, dass diese Vision in Erfüllung geht. In einer Zeit, in der freies Reisen und Reden nicht immer so frei ist, ist es gut, zumindest die perspektivische Chance auf digitale Freiheit zu haben. Ich werde in das Metaverse investieren! Aber an welcher Stelle?

Was ich heute von „Experten“ und Medienvertretern über das Metaverse lese, ist größtenteils die Repräsentation fehlender Fantasie, Kurzsichtigkeit und Profitorientierung. Das Metaverse aka Web 3.0 kann wirklich etwas verändern, es kann für unsere Gesellschaft einen autonomen Neuanfang bedeuten und diejenigen, denen es schon heute an sozialen Kontakten mangelt, in die Arme nehmen. Aber bitte nicht mit AR-Brillen, das ist so cheesy! Und sicherlich auch nicht primär durch den Erwerb von virtuellen Properties, die nur in einer Neuinterpretation makroökonomischer Grundlagen einen Wert erzielen können. Denn: Wo es keine Verknappung gibt (=im multidimensionalen virtuellen Raum), kann es keinen Wert geben, wenn es keine nachhaltige Konzentration von Nachfrage an verkaufbaren Orten gibt.

An diesem Verständnisproblem sind schon bei der niederländischen Tulpenkrise 1637 sehr viele bankrott gegangen; natürlich diejenigen zuerst, die über wenig Grundkapital verfügten, also ihr letztes Hemd auf steigende Preise gesetzt haben. Die 790 Millionen Menschen, die im frühen 17. Jahrhundert auf unserem Planeten gelebt haben, haben wohl die Lust an der Spekulation weitergegeben, aber nicht vor der Ignoranz von Risiken gewarnt. Heute teilen wir mit 7.79 Milliarden Einwohnern denselben Planeten: Die Fantasien, die Mark mit seinem Meta triggert, sind flacher denn je und lassen schon vorausahnen, dass es da künftig so etwas wie die Wiederholung der Tulpenkrise und der Internet-Blase 2000 geben könnte, die mit einem lauten Knall platzt. Nicht, weil das Konzept eines Metaversums schlecht ist, sondern weil die Vision zu unscharf gezeichnet ist und bei den meisten großen (und nicht pleite zu machenden) Initiatoren Geld und nicht Humanität im Vordergrund steht.

Die digitale Welt ist ein genialer Wertschöpfungsmotor. Sie besteht im Wesentlichen aus den Bereichen Hardware (heutzutage weitgehend austauschbar – sorry, Apple-ianer!) und Software: Produktivität, Wissenschaft, Analyse –  Kreativität – Produktion – Überwachung – Kommunikation – Sicherheit – Spiel – Sport – Künstliche Intelligenz… Das heute existierende Web 2.X ist „sozial“, aber es ist meist nur zweidimensional multimedial und längst nicht authentisch, organisch, interaktiv genug. Wir sprechen, gestikulieren und berühren unsere Computer. So fühlt sich aber kein Mensch an!

Mark, mach Meta zu einem Ort der Liebe, der Diskretion, der zweiten Identität, die man nicht aufsetzt, sondern sich einpflanzt. Meine Mutter ist dabei, ich bin dabei!

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Influencer Marketing

Influencer Marketing 20.22

„Influencer Marketing in den letzten und nächsten 2000 Jahren“ – wäre das eine gute Headline für diesen Beitrag gewesen? „Glaube nicht“, denkst Du jetzt bestimmt. „Gerade das mit den 2000 Jahren Vergangenheit ist inkorrekt, da gab es doch noch gar kein Internet.“

Stimmt! Aber hey: Seit wann brauchen Influencer das Internet? Einflussnehmer gab es schließlich immer schon. Und der Trend, mit Influencern für die Amazon Eigenmarke oder Dropshipping Business zu werben, als Brand auf Influencer statt auf traditionelles Online Marketing zu setzen, ist ungebrochen und unaufhaltbar.

Daran ändern auch Zweifler nichts. Seit ich für andere Leute Geld mit (Direkt-) Marketing verdiene, versuchen mir Menschen zu erzählen, dass sich Megatrends selbst überholen und Zeitgeist-Phänomene komplett verschwinden. Das ist Nonsens. Wenn es um Influencer Marketing geht, lassen sich Menschen von Menschen begeistern. Menschen wollen auch digital mit Menschen interagieren. Influencer Marketing ist Vergangenheit und Zukunft zugleich. Direktmarketing, Direktverkauf, D2C – Direkt to Customer.

Die Wachstumsraten rund um den Globus sprechen für sich. Sie lagen falsch, die Zweifler. Mit Jesus (aus meiner Sicht einem Key Opinion Leader par excellence), mit der Internet-Blase und eben mit Influencern. „Vin Mariani“ – eines der ersten Beispiele für industrielles Empfehlungsmarketing – kann man nicht mehr kaufen. Der im 19. Jahrhundert führende, mit damals legalem Kokain versetzte Rotwein, der mit Abbildern und Zitaten des Papstes und anderer schillernden Persönlichkeiten erstmals publik auf Influencer gesetzt hat, wurde verboten. Mund-zu-Mund-Propaganda, die Verwendung von Testimonials und Influencen lebt weiter.

Es dürfte inzwischen also jedem kleinen Händler, jedem Konzernchef, jedem Verbands- und NGO-Leader bewusst und damit unbestritten sein: Influencer Marketing hat für Menschen unter 35 mehr Bummm. Und noch mehr Bummm geht derzeit mit keinem anderen Online-Tool. Der Bummm verstärkt sich, weil es Spaß macht, sich von Influencern unterhalten zu lassen – und weil nach wie vor Menschen angelockt werden, den damit verbundenen Fame zu genießen. Influencer Marketing wird in Zukunft durch das Phänomen Metaverse noch weiter geboostert. So wird, halbwegs demokratisch, für kleine, große, junge und alte Marken mehr Bekanntheit erschwinglich, besseres Personal kann gewonnen werden, direkterer Verkauf und ansprechender Content für die Social Media Channels von Unternehmen wird geformt.

Gute Firmen angeln sich genau deshalb heute die besten Influencer Marketing Manager, Influencer Relations Manager und Influencer. Für sie ist völlig logisch, dass Beziehungsaufbau zu Influencern („Influencer Relations“) zum Handwerkszeug von Marketingabteilungen gehört.

Und was denken unsere Kids? Weil Huang Wai, 35 Jahre jung und die chinesische Livestream-Königin, kürzlich wegen Steuervergehen 186 Millionen Euro nachzahlen musste, wird die Anbieter-Seite im Influencer Marketing immer attraktiv bleiben für Newcomer und Aufsteiger. So viel Steuern zahlen in ihrem ganzen Leben sonst bestenfalls Fußballer, aber nur noch selten Schauspieler, Musiker, Moderatoren, Unternehmer und andere Promis. So schnell und ohne TV-Gatekeeper konnte vor 10 Jahren niemand eine Fanbase aufbauen.

Kommen wir zu jungen Kundinnen und Kunden: Die Generationen Y und Z, deren Speerspitze gerade Mitte dreißig geworden ist, ergötzt sich gerne an lebendigen und nahbaren Ikonen, anstatt mit dem Durchschnitt abzufeiern, der im inflationären Grundrauschen öffentlich rechtlicher TV Stationen und Streaming Plattformen herumwabbert. Es ist eben nicht mehr ganz so leicht wie in den guten alten Weihnachtsserien-80ern, Stars von morgen in sequentiell programmierbaren Medien aufzubauen. Zwei Klicks in Tik Tok, Snapchat, Instagram, YouTube, LinkedIn, Pinterest, Twitch oder good old Facebook – und die eigene Crowd ist da. Ja, ich bin Super Fan, und als solcher widme ich einen Teil meines Lebens der Interaktion, die wiederum zu geldwerten Vorteilen bei meinen Online-Vorbildern führt. Warum auch nicht! Super Fans sind die kostbarste „Ware“ für Marketingexperten, mit ihnen lassen sich tausende Stunden Schreibarbeit, Gruppenbetreuung und Podcast-Erstellung einsparen.

Influencer Marketing für Unternehmen ist im Grunde genommen kinderleicht. Die Spielregeln für diese Disziplin werden international als Standard akzeptiert, Influencer können direkt von jedem beauftragt werden. Hier war der Mittelsmann schon tot, bevor er sich richtig entwickelt hat. Vielleicht zählt Influencer Marketing deshalb nicht überall zum Liebling der Agenturszene. Wer früher die magische „Barbie Girl“-Sängerin für sein Graffiti-Shirt begeistern wollte, musste es ihr im Hotel an die Tür hängen; dafür musste man den Manager kennen, um an der Security vorbeizukommen. Heute reicht eine private Message an Sorelle Amore über Instagram. Sie hat 512.000 Follower, Lene Nystrom von Aqua „nur“ 67,9k .

Doch Stop! Suchen wir aktiv in Social Media? Nein, noch nicht so viel, wir lassen uns dort vor allem inspirieren. Gesucht wird immer noch bei Google, und manchmal in einer der wenigen anderen Suchmaschinen. Wir können mit Influencer Marketing gut die Brücke zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) bauen. Web-SEO, Shop-SEO, Social Media als SEO-Booster und wenn wir verkaufen wollen, dann auch Amazon-SEO.

Wie schaffen wir das? SEO-Optimierte Videobeschreibungen und Bildunterschriften, intensiv Facebook nutzen – und mit Online-PR. Mit qualitativ hochwertige Medienmitteilungen an Blogger und Onlineredaktionen lassen sich neue Produkte, Services, Künstler und Online Shops lancieren. Gekonnt verfasste Online-Pressemeldungen führen zu journalistischen Beiträgen in Portalen und Blogbeiträgen (die wiederum die SEO verbessern), oder zu einem Premiumplatz im Presseportal von News Aktuell und anderen seriöse Quellen.

Was soll uns das sagen? Wir dürfen die Kraft von Influencer Marketing im Konzert mit bewährten Online Marketing Tools nicht anderen überlassen. Das Potenzial, das sich global, national und lokal in der Kombination aus Influencern und sozialen Medien heben lässt, sollten wir auch 2022 nicht unterschätzen. Wenn wir heute für das Marketing und den künftigen Erfolg eines Unternehmens verantwortlich sind, wenn wir (immer noch) eine Werbeagentur besitzen oder wenn wir als nachhaltig denkende und handelnde Gründer:in neue Wege gehen wollen, brauchen wir eine Influencer Marketing Strategie. Was können wir mit Influencern erreichen? Wo finden wir die passenden Influencer? Welche Geschäftsmodelle und Budgets haben sich bewährt? Welche Tools helfen bei Planung und Umsetzung? Der Autor beantwortet diese Fragen im Rahmen seiner Publikationen, Vorträge, Seminare und Coachings.

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Branding Influencer Marketing Werbung

Auf der Suche nach Relevanz

Wann habt Ihr das letzte Mal ein teures Produkt vor Euch gehabt, das nur sehr schlecht oder gar nicht funktionierte? Baby Boomer wie ich kennen noch VW Käfer, Golfs, Jettas und Audi 80, bei denen es Werkstatt-Diskussionen um knarzende Armaturenbretter, Windgeräusche im Innenraum oder Spiel in der Lenkung gab oder darum ging, ob das Auto überhaupt fährt.

In Search of Excellence für 202X

„In Search of Excellence“, das Sachbuch von Tom Peters und Robert H. Waterman Jr., war 1982 ein Kassenschlager, über 3 Millionen Mal verkauft. Es kommt zwar nicht heran an die 5 Millionen Exemplare von „How to Win Friends and Influence People“ (deutsch: „Wie man Freunde gewinnt – Dale Carnegie machte den Titel 1937 sofort zum Bestseller, der in 31 Sprachen erschien).

„Auf der Suche nach Spitzenleistungen“ entwickelte sich schnell zur „Bibel“ für BWLer, Ingenieure und Jungunternehmer. Japan war damals das Vorbild für Effizienz und Qualität.

Heute ist Exzellenz Standard, oder?

Wir haben in den letzten 30 Jahren gelernt, mit eigenen Spitzenleistungen neue Bestmarken gesetzt und eine ganze Menge vom Exzellenz-Wissen ins Ausland exportiert. Heute, im Jahr 202X, kann jedes Handwerkerle seine eigene Bohrmaschinen- und Dübelkollektion auf den Markt bringen. Etwas qualitativ Hochwertiges auch in kleineren Stückzahlen produzieren zu lassen (oder selbst herzustellen), ist nicht nur kein Problem mehr, sondern für einige Zielgruppen sogar ausgesprochen wünschenswert: Hand-made, ETSY-cool, nachhaltig und „von hier“ oder von der Influencerin um die Ecke.

Relevanz ist die neue Währung

Worauf kommt es heute an? Mein Nachfolger für „In Search of Excellence“ heißt „In Search of Relevance“. Das Buch spricht über die Gatekeeper von heute: Algorithmen hinter Suchmaschinen und Sozialen Medien, Influencern (beziehungsweise Key Opinion Leadern), Künstlicher Intelligenz, Tipps, Tricks und Growth Hacks.

Werfen wir beispielsweise einen Blick auf das verheißungsvolle „D2C“-Business: Direct-to-Customer, was für ein großartiges Buzzword, dessen Erfinder wahrscheinlich „Direktvertrieb“ in seiner allmählichen Digitaldemenz vergessen hatte.

Direct to Customer, Dropshipping und der Boom der Soplopreneure

D2C-Gurus sind Menschen, die nach sorgfältiger Datenanalyse mit helium10.com oder junglescout.com herausgefunden zu haben glauben, mit welchen Produkten als FBA oder FBM auf Amazon oder im Konzert mit einem sportify.com-Shop und eBay, Etsy u.v.m. sie ohne weiteres Multimillionär werden. Nicht etwa, weil sie kamerabegeistert sind und das LED-Licht, das sie aus China importieren, tatsächlich anwenden. Sondern weil ein Verkaufsdatenanalyseprogramm ihnen gesagt hat, dass der Markt noch mehr Kameralichter verträgt. Deshalb haben sie auf Alibaba und Aliexpress nach Lieferanten gesucht, die einen halben Container zum neu belabeln und umverpacken ins angemietete Lager schicken. Die Herausforderung heute ist also nicht, Produkte, Lieferanten oder Shopsysteme zu finden! Bei den Millionen Solopreneuren auf der ganzen Welt, die auf Reichtum mit Dropshipping, Print on Demand und Custom Production hoffen, geht es darum, Relevanz für das eigene Angebot zu erzeugen! Wie machst Du Dich sichtbar?

Das ist im Entertainment Business nicht anders: Erst YouTube, dann Amazon Prime, dann Netflix – gigantisch viel neues streambares Material muss den Hunger der Anbieter und deren Abonnenten stillen; es gibt bei viel Auswahl und geringer Wirkungsdauer kaum noch echte neue Leinwandhelden, und die bestehenden bemühen sich darum, relevant zu werden oder zu bleiben.

Demnächst als Buch und Vortragsserie

„In Search of Relevance“ ist ein Buchprojekt, eine Vortragsserie, ein Coaching-Programm. Es blickt hinter die Kulissen von Influencer-, KOL- und PR-Business. Es untersucht neue Trends auf Onlineplattformen wie Amazon Live und die künftige Metamorphose von YouTube zum Direct Shopping Channel. Natürlich wirft das Autorenteam auch einen Blick auf die Techniken, die heute relevante Persönlichkeiten eingesetzt haben, um oberhalb der Wasserkante zu schwimmen und die goldfischartige Aufmerksamkeitsschwelle von 8 Sekunden zu durchbrechen.

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Branding DIY - Do it Yourself Werbung

Ein besserer erster Eindruck? Masken selbst gestalten!

Geben wir ein Stück unserer Individualität auf, wenn wir die Hälfte unseres Gesichts mit Einwegmasken verdecken? Gibt es Alternativen zum OP-grün oder Weiss der Standard-Papierausführungen, die wir an jeder Ecke erhalten? Und was hat das Thema „Mund-Nase-Maske“ eigentlich in meinem Blog über digitalen Lifestyle zu suchen?

In diesem Wochen hat die zweite Covid-19 Welle Europa fest im Griff. Behördliche Auflagen für das Tragen von Masken oder Schutzschilde, die das gesamten Gesicht „einglasen“, werden stärker. Auch wenn wir unser Coaching-und Consulting-Business in letzter Zeit immer öfter über Online-Konferenzen erledigen – Zoom & Co. geht nicht für uns einkaufen, ins Restaurant oder gar zum ersten Date mit dem Flirt.

Als Mitgründer der Influencer Marketing Academy (IMA) habe ich ein natürliches berufliches Interesse an den Themenfeldern Schönheit, Stil, Körperpflege und Reisen. Auch wenn wir in unserer Akademie unterschiedlichste Business-Kunden fit machen, um soziale Medien und Influencer bestmöglich zu nutzen und damit natürlich nicht nur B2C-Themen rund um Aussehen und Wohlbefinden abdecken – was wir uns unsere Kunden in Posts, Stories, Videos und Livecasts abbilden, sollte möglichst authentisch sein. Diese Authentizität, und eigentlich ganz praktische „(Self-) Branding“-Möglichkeiten, die Masken bieten, haben mich zum Verfassen dieses Beitrags bewogen.

Standard-Einwegmasken, die uns und andere schützen sollen, verdecken fast die Hälfte unseres Gesichts. Damit werden wir erstmals in unserer Hemisphäre dazu gezwungen, unser Erscheinungsbild ein Stück weit an gesetzliche Vorgaben anzupassen. Masken werden Teil unserer Outfits und sagen anderen etwas über unseren Stil. Wie ändern Masken?

Der Einfluss von Masken auf die Wahrnehmung anderer

„Wenn das Auge nicht überzeugen kann, überredet auch der Mund nicht“ – an diesem Zitat von Franz Grillparzer scheint etwas dran zu sein. Wie das Redaktionsteam der Zeitschrift „Brigitte“ zusammenfasst, sind es sechs Kleinigkeiten, anhand derer andere über Dich urteilen, ohne Dich zu kennen. Der Kleidungsstil steht an erster Stelle, laut „Psychology Today“ vor allem die Farbwahl. Dann folgt auch schon der Blick. Cobus Marktforschung bestätigt in einer Studie, dass Augen die Eyecatcher sind. Händedruck, Körperhaltung und Stimme belegen die Ranglistenplätze drei bis fünf. Zuletzt wird der Mund von 22 Prozent der Befragten beachtet. Studien haben herausgefunden, dass ein Lächeln vor allem beim ersten Kennenlernen dazu führt, dass sich der Gegenüber „besser an uns erinnert und sich ein Stück weit mit uns verbunden fühlt“, so Brigitte.

Mit selbst gestalteten Masken die Pflicht zur Kür für den eigenen Style machen

Weil uns Masken vermutlich noch eine ganze Zeit lang begleiten, gibt es mehrere Aspekte, die für wieder verwertbare Ausführungen stehen: Ist die funktionale Qualität und die Hygiene sichergestellt, sind hochwertige Stoffmasken sicherlich nachhaltiger als Wegwerf-Exemplare. Der bei weitem wichtigste Aspekt ist allerdings, dass gestaltete Masken – aus Künstler-Kollektionen oder selbstgemacht – die eigene Persönlichkeit stärker unterstreichen. Weil jeder Masken benötigt, eignet sich die Anschaffung nicht nur für einen selbst, sondern auch für die Familie, für Freunde, Kollegen (Employer Branding!) und Kunden.

Die Möglichkeit, auf Masken individuelle Drucke aufzubringen, ist ein neuer Weg, modische Akzente im Gesicht zu setzen. Zudem eignen sich DIY-Masken zur Darstellung der (Eigen-) Marke z.B. für Social Media Personalities, Influencer oder „Personen des öffentlichen Lebens“. Als kleine Aufmerksamkeit für Kunden in Zeiten, in denen echte soziale Kontakte rar sind, sind Masken ein wirklich sinnvolles Geschenk und die Chance, einen neuen Weg in Marketing und Werbung zu gehen – und dabei die eigene Brand mit etwas Positivem, Nützlichen und Wegweisenden zu verbinden.

Wo gibt es individuelle Masken?

Wiederverwendbare Masken gibt es von großen Sport- und Lifestylelabels wie Adidas und Nike. Exklusivere Modemarken wie Yoshi Zen bieten Design Gesichtsmasken ab 89 Dollar an. Bei Profound findet sich eine Auswahl bunter Papiermasken und aufwändigerer Drucke auf waschbaren Stoffen.

In Europa zählt Vistaprint mit seinem Masken-Creator sicherlich zu den Vorreitern, wenn es um die schnelle und einfache Umsetzung eigener Kreationen geht. Neben der Auswahl aus Künstler-Kollektionen ist es hier möglich, eine eigene Grafik oder ein Foto hochzuladen. Selbst gestaltbare Masken gibt es für Erwachsene (in zwei Größen für 18 Euro) und für Kinder (14 Euro). Ein Teil der Erlöse fließt zurück an Kleinunternehmen. Die mit eigenen Motiven bedruckten Masken können bis zu 25mal bei 60° in der Maschine gewaschen und anschließen im Trockner auf einen erneuten Einsatz vorbereitet werden. Der Hersteller schreibt zum Produkt: „Die neuen IF-Masken sind mit einem integrierten Filter ausgestattet, sodass Sie sich um das Austauschen keine Gedanken mehr machen müssen. Mit dem Tragen einer selbst bedruckten Alltagsmaske können Sie unterwegs modisch und kreativ Achtsamkeit gegenüber Ihren Mitmenschen zeigen.“ Die individuellen, personalisierbaren Masken von Vistaprint hier online bestellen.

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Brauerei: Bier mit Influencer Marketing emotional aufladen

Nur wenige deutsche Bierhersteller schöpfen die Möglichkeiten aus, die Social Media Marketing bietet. Coole Videos, emotionale Fotos, Podcasts – häufig Fehlanzeige. Stattdessen Innenaufnahmen aus dem Brauhaus oder langweilige bis peinlich gestellte Posen.

Mehr Bekanntheit, Ausbau von Reichweite und vor allem Vermittlung eines positiven Lebensgefühls mit dem Trendgetränk Bier wäre spielend möglich, aber selbst die ganz großen verpassen ihre Chanen. Als Meister in klassischer Kommunikation verstehen es Biermarketer scheinbar nur selten, ihre Potenzial auch digital auszuspielen. Das ist das Fazit einer Marktanalyse, nachzulesen in einem Beitrag in der GETRÄNKE ZEITUNG (Ausgabe 07/2020)

„Jeden Tag verpassen deutsche Brauer wertvolle Chancen, ihr Produkt bei jungen Konsumenten gemeinsam mit Influencern zu positionieren“, so Sascha Schulz. „Koordinierte Influencer- und Blogger-Programme, bei denen auch Absatzpartner und Gasthäuser eingebunden werden, sind die absolute Ausnahme.“

Mehr als 120.000 Influencer und Blogger können in Deutschland lokal, regional und national direkt für die Zusammenarbeit gebucht werden. Hinzu kommen Millionen talentierter internationaler Influencer. Bier als Lifestyle-Getränk wird gemeinsam mit Partnern von Brauereien im Ausland nicht nur durch „Bier Experten“ promotet, sondern findet auch in den Kategorien Sport, Food, Beauty und Travel interessante Ansätze.

Wie sich modernes Biermarketing mit Bloggern, Influencern und Key Opinion Leadern umsetzen lässt, beschreibt Sascha Schulz, Co-Founder der Influencer Marketing Academy (IMA), in einem Beitrag in Ausgabe 07/2020 der GETRÄNKE ZEITUNG.